TEA-CHU FOR TWO - Variante für zwei Spieler von Albert Matejka

Für traute Stunden zu zweit (weil halt mal wieder kein dritter und vierter Spieler aufzutreiben waren) gibt es jetzt die Zweiervariante von Tichu, deren spezielle Regeln locker in zwei Minuten erklärt und verstanden sind.

Es wird nur um das Fertigmachen gespielt, das als solches dem Sieger pauschal 50 Punkte beschert. Hat dieser Tichu angesagt, gibt es für den Ersten wie gewohnt 100 bzw. 200 Punkte, aber ohne die eben erwähnten 50 Punkte. So gesehen kannst man sich den Drachen getrost selber schenken (oder gleich alle gespielten Karten auf einen Haufen schmeißen). Leute mit kleinen Händen kommen wohl etwas ins Schwitzen angesichts der 20 Karten, die es loszuwerden gilt; der Zeitpunkt für das große Tichu ist bei zehn Karten. 40 Karten sind also im Spiel, 14 bleiben übrig (Einser und Hund müssen in der Schachtel schmoren).

Am Anfang teilt irgendjemand aus (aha, eine münchner Variante), forthin derjenige, der zuerst fertig war. Der andere spielt aus. Trotz der reduzierten Mitspielerzahl schiebt man wie alther-gebracht drei Karten. Wer nicht ausgeteilt hat, macht aus den Restkarten zwei Stapel von mindestens zwei Karten Höhe und legt sie links und rechts von sich. Beim Schieben tauscht man erst mit dem Gegner, dann jeder mit dem von ihm aus gesehen rechten Stapel und dann mit dem linken; somit ist eindeutig festgelegt, wer vom jeweiligen Stapel die oberste und wer die zweitoberste Karte bekommt. Natürlich kann man im Extremfall auf diese Weise zwei Superkarten aus den Stapeln erhalten.

Der Rest der Regeln ist Tichu-Spielern ja bekannt.
Nicht ohne Reiz ist die aus der hohen Kartenzahl resultierende große Variationsbreite des Blattes, wobei aufsteigende Pärchen von beeindruckender Länge und auch Bomben nicht selten sind.
Test it!